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LEUGNEN UND AUSSITZEN KHARTUMS DARFUR-STRATEGIE HAT SICH BEWÄHRT

Stichwort Khartum

Von einem Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur möchten Khartums Machthaber nichts wissen. Dies seien „Hirngespinste“ westlicher Agitatoren, die nur danach trachteten, den friedliebenden Sudan zu diskreditieren, erklärt Sudans Staatsführung. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen würden bei der Beschreibung der Lage maßlos übertreiben, um mehr Spenden einzutreiben. Journalisten würden „hetzen“, um auf sich aufmerksam zu machen und die Auflage ihrer Zeitungen in die Höhe zu treiben, erklären Sudans Machthaber.

Unglaubwürdig seien auch Menschenrechtsorganisationen, weil sie „Rebellen“ unterstützten. Mit der Stationierung von UN-Friedenstruppen in Darfur wolle sich die USA nur den Zugriff auf das dort entdeckte Erdöl sichern.
In Darfur sei inzwischen weitestgehend Frieden eingekehrt, lässt Khartum erklären. Höchstens 9.000 Menschen seien bei Kämpfen zu Tode gekommen, erklärte Staatspräsident Omar Hassan al Bashir. Seine Regierung trage für diese alten Stammesauseinandersetzungen keine Verantwortung.

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