Stichwort Fakten
Jahrzehnte lang hat es im Westen des Sudan Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen um Wasser und Weideland gegeben. Diese Konflikte nahmen in den 80er-Jahren weiter zu, als mit der zunehmenden Dürre die ökologische Krise eskalierte. Doch niemals gab es soviel Gewalt, Vertreibung und Leid wie heute. Geschürt wird die Gewalt systematisch von der sudanesischen Regierung: Sie lässt arabische Reitermilizen bewaffnen und unterstützt sie bei ihren Überfällen auf die schwarzafrikanische muslimische Zivilbevölkerung mit Luftangriffen.
Nach dem Scheitern der Arabisierung und Islamisierung des Südsudan wandte sich die in Khartum regierende arabisch-muslimische Machtelite im Jahr 2003 dem Westen des Sudan zu.