Zum heutigen Brief von 49 grünen Bundestagsabgeordneten an den chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao erklären Fritz Kuhn, Fraktionsvorsitzender und Kerstin Müller, außenpolitische Sprecherin:
China ist der wichtigste wirtschaftliche und sicherheitspolitische Partner Sudans und damit Schutzmacht Sudans: Über 60 Prozent der sudanesischen Ölexporte gehen nach China, von dort erhält Sudan umfangreiche Waffenlieferungen. Als Veto-Macht im UN-Sicherheitsrat hat China seit 2003 allzu oft eine schützende Hand über Sudan gehalten und konsequentere Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft gegen den schleichenden Völkermord in Darfur verhindert.
Zwar sind auch anderen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft schwere Versäumnisse in der Darfur-Frage vorzuhalten. Doch der unbestreitbar große Einfluss Chinas auf die sudanesische Regierung kann jetzt, da es um die Umsetzung der von den Vereinten Nationen beschlossenen Friedensmission geht, von entscheidender Bedeutung sein.