Militär
Militärische Zusammenarbeit

Militärische Zusammenarbeit

Im April 2007 empfing der chinesische Verteidigungsminister Cao Gangchuan in Peking den Oberbefehlshaber der sudanesischen Streitkräfte. Dieses Treffen scheint die seit Jahren intensiven bilateralen militärischen Beziehungen zwischen China und dem Sudan noch weiter vertieft zu haben. Der chinesische Verteidigungsminister versicherte, dass seine Regierung bereit sei, „die Zusammenarbeit der beiden Militärs in jeder Hinsicht weiter zu vertiefen.

Waffenhandel: China verkauft seit den 90er Jahren Waffen an den Sudan, darunter Kampfflieger und Hubschrauber zum Truppentransport im geschätzten Wert von 100.000.000 US Dollar.

Zwischen 2002 und 2005 stiegen die Waffenverkäufe um ein 25-Faches an.Den Vereinten Nationen sowie Menschenrechtsorganisationen liegen Augenzeugenberichte vor, denen zufolge Rüstungsgüter chinesischen Ursprungs von sudanesischen Regierungseinheiten und Janjaweed in Darfur eingesetzt werden. Peking besteht darauf, dass seine Verkäufe militärischer Güter an Khartum legal sind und keinen Bruch des Waffenembargos darstellen. Dem widersprechen Menschenrechtsorganisationen vehement. Auch ein UN-Expertengremium stellte im Oktober 2006 fest, dass „das Waffenembargo von allen Seiten weiterhin massiv gebrochen wird. Aus einer Vielzahl von Staaten und aus anderen Regionen des Sudan kommen weiterhin Waffen und insbesondere Munition für Kleinwaffen und militärische Ausstattung nach Darfur.“ China weiß unzweifelhaft genau darüber Bescheid, dass Waffen und Munition chinesischen Ursprungs für schwerste Menschenrechtsverletzungen in Darfur verwendet werden. Dennoch hat es keine Schritte unternommen, um Waffen- und Rüstungstransfers nach China zu unterbinden.

Waffenfabriken: China half beim Aufbau mindestens dreier Rüstungsfabriken im Sudan, darunter einer, in der T-55 Panzer hergestellt werden.

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