Stimmen zu Darfur
DIE VEREINTEN NATIONEN SIND GESCHEITERT

Stichwort UNO

In den ersten Jahren des Genozids in Darfur wurde UN-Generalsekretär Kofi Annan oft kritisiert, er sei zu nachgiebig gegenüber Sudans ruchlosen Machthabern. Doch im Jahr 2006 hielt Annan immer häufiger dem Weltsicherheitsrat vor, nicht genug zu tun, um das Morden in Darfur zu beenden. Wenige Tage vor seinem Ausscheiden aus seinem Amt räumte der UN-Generalsekretär am 9. Dezember 2006 ein, die Vereinten Nationen hätten dabei versagt, Menschenrechte in Darfur wirksam zu schützen:

„Sechzig Jahre nach der Befreiung der Nazi-Todeslager und 30 Jahre nach dem Abschlachten in Kambodscha, klingt das Versprechen, dass dies niemals mehr passieren dürfe, unglaubwürdig.“
Annans Nachfolger Ban-Ki moon kritisiert scharf jede Verzögerung bei der Stationierung von UN-Friedenstruppen in Darfur. Doch ein UN-Generalsekretär kann den Weltsicherheitsrat nicht zwingen aktiv zu werden. Und in diesem Gremium haben die „Bremser“ das Sagen, ob sie nun China oder Russland heißen.

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