Als Beginn des Darfur-Konflikts gilt der 26. Februar 2003. Damals übernahm eine Rebellengruppe namens DLF (Darfur Liberation Front) die Verantwortung für einen Überfall auf eine Regierungseinrichtung in Golo. Nachdem diese und andere Rebellen mehrere militärische Erfolge gegen die Regierungstruppen erzielen konnten, veränderte die Regierung im Sommer 2003 ihre Strategie. Anstatt auf die erfolglose Armee, setzte man nun auf eine Kombination von militärischer Aufklärung, Luftwaffe und den Janjaweed.
Die Janjaweed-Milizen rekrutieren sich aus Stämmen in Darfur, die sich eher als arabisch denn als afrikanisch verstehen. Sie wurden von der Regierung mit Waffen und Funkgeräten ausgestattet und zum zentralen Element der Aufstandsbekämpfung gemacht. Sie begehen bis Heute massive Menschenrechtsverletzungen, um den Rebellen die Grundlage zu entziehen.
Dazu überfallen sie systematisch "afrikanische" Dörfer, deren Einwohner sie vergewaltigen, berauben und oft ermorden. Dörfer von Stämmen die als "arabisch" verstanden werden, bleiben unberührt.